Steuer-Nachrichten

Ärztestatistik: Klarer Trend zur Anstellung in der Niederlassung

stb-web.de - So, 05/06/2018 - 13:34
Die Anzahl der angestellten Vertragsärzte stieg 2017 im Vergleich zum vorherigen Jahr um knapp zehn Prozent auf 31.477. Das sind fast sechsmal so viele wie noch vor zehn Jahren. Das geht aus der Arztzahlstatistik für 2017 hervor.
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Der lange Arm der Justiz - Winterkorn, Middelhoff, Zumwinkel: Die gefallenen Stars der deutschen Wirtschaft

focus.de/finanzen_steuern - Fr, 05/04/2018 - 18:20
Kein Dax-Chef hat je so viel Geld im Jahr verdient wie Martin Winterkorn. Jetzt drohen dem Top-Manager in den USA 25 Jahre Haft - als Mitglied einer Verschwörung gegen US-Umweltstandards. Er ist nicht der erste Top-Manager, der sich gegen die Strafbehörden wehren muss. FOCUS Online zeigt Stars der deutschen Wirtschaft, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten.
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Zivilprozesskosten nach Kindesentführung als außergewöhnliche Belastung

datev.de/steuern - Fr, 05/04/2018 - 11:52
Das FG Düsseldorf entschied, dass die Kosten für einen Zivilprozess aus Anlass einer Kindesentführung als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden können (Az. 13 K 3024/17).
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Voller Abzug von Studienkosten

steuernsparen.de - Fr, 05/04/2018 - 08:50

Bereits viele Jahre dauert der Rechtsstreit zwischen Fiskus und Studenten an. Um was es geht? Gleichbehandlung! Und zwar eine, die ordentlich ins Geld geht. Denn Bachelor und Masterstudenten erfahren im Steuerrecht eine komplett unterschiedliche Behandlung.

Worum geht’s im Rechtsstreit?

Während alle Studenten, die ein Zweitstudium absolvieren, ihre Studienkosten unbegrenzt als Werbungskosten absetzen können, erkennt das Finanzamt beim Erststudium lediglich den Abzug als Sonderausgaben in Höhe von maximal 6.000 Euro an. Auch ist ein Verlustvortrag nur für Studenten im Zweitstudium erlaubt. Eine krasse Ungleichbehandlung.

Bereits 2015 hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass diese unterschiedliche Behandlung von Erststudenten und Zweitstudenten verfassungswidrig ist. In letzter Instanz muss nun das Bundesverfassungsgericht urteilen.

Bundesrechtsanwaltskammer auf Seite der Studenten

Die Chancen auf einen positiven Ausgang der Geschichte stehen sehr gut, da bereits die beiden Vorinstanzen im Sinne der Erststudenten entschieden haben. So vertritt der Bundesfinanzhof die Auffassung, dass diese Regelung gegen den Allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt. Zudem hat es gleich mehrere Vorlagen beim Bundesverfassungsgericht angebracht, um die Steuervorschrift auf die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz hin zu überprüfen.

Auch die Bundesrechtanwaltskammer hat aktuell für gute Stimmung auf Seiten der Studenten gesorgt: Das Bundesverfassungsgericht hat die Kammer um eine Stellungnahme im Rechtsstreit gebeten. In Ihrer Stellungnahme zur Anfrage teilt die Kammer mit, dass aus Ihrer Sicht das Abzugsverbot nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist – und schlägt damit in die gleiche Kerbe wie der Bundesfinanzhof.

Die Chance auf einen kompletten Abzug der Studienkosten bei Erststudenten wird somit von Tag zu Tag größer! Profitieren auch Sie von der Rechtsprechung!

Geben Sie jetzt eine Steuererklärung ab!

Sie studieren im Erststudium, haben aber bisher noch keine Steuererklärung abgegeben? Oder Ihr Studium liegt gar schon Jahre zurück? Kein Problem. Falls Sie für die Studienjahre bisher keine Steuererklärung abgegeben haben, können Sie dies nun nachholen und darin die Studienkosten als Werbungskosten geltend machen.

Allerdings ist die Abgabe einer Steuererklärung nur möglich, solange die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Diese beträgt im Allgemeinen vier Jahre. Also können Sie im Jahre 2018 eine Steuererklärung noch bis ins Jahr 2014 erstellen.

Sieben Jahre Zeit für Verlustfeststellung

Es gibt es aber auch die Möglichkeit, eine Verlustfeststellung zu beantragen. Dazu haben Sie sieben Jahre Zeit. Also ist dies im Jahre 2018 noch rückwirkend bis ins Jahr 2011 möglich – drei Jahre länger als bei der Steuererklärung.

Für den Antrag verwenden Sie den Mantelbogen und die Anlage N. Im Mantelbogen kreuzen Sie „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ an. Dann listen Sie in der Anlage N Ihre damaligen Studienkosten als Werbungskosten auf – ganz egal, ob Sie Einnahmen hatten oder nicht.

Das Finanzamt stellt dann negative Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit fest. Dies dokumentiert es durch den Verlustvortrag in einem „Verlustfeststellungsbescheid“ zwecks Verrechnung in den Folgejahren. Dieser negative Betrag wird im Wege des Verlustabzugs jeweils ins nächste Jahr vorgetragen. Auf diese Weise retten Sie Ihren Verlust hinüber ins erste Berufsjahr – und bekommen dann eine schöne Steuererstattung.

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Steuerpflichtige Umsätze aus dem Betrieb eines "Eroscenters"

datev.de/steuern - Fr, 05/04/2018 - 07:50
Erbringt ein Bordellbetreiber neben der tageweisen Vermietung von Zimmern an Prostituierte weitere Leistungen in Form von Werbung und Sicherheitsservice, die bei einer Gesamtschau ein Komplettpaket zur Ermöglichung der Prostitution darstellen, handelt es sich nicht um eine steuerbefreite Grundstücksvermietung, sondern um eine dem Regelsteuersatz unterliegende sonstige Leistung. So entschied das FG Baden-Württemberg (Az. 1 K 1921/17). Gegen das Urteil wurde Nichtzulassungsbeschwerde beim BFH eingelegt (Az. XI B 6/18).
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Berechnung des Sonderausgabenabzugs bei Einzelveranlagung

datev.de/steuern - Fr, 05/04/2018 - 07:43
Wird im Rahmen einer Einzelveranlagung von Ehegatten beantragt, die Sonderausgaben, die außergewöhnlichen Belastungen sowie die Steuerermäßigung nach § 35a EStG gemäß § 26a Abs. 2 Satz 2 EStG hälftig aufzuteilen, sind die Aufwendungen unabhängig davon, wer sie wirtschaftlich getragen hat, bei den Ehegatten jeweils hälftig zu berücksichtigen. Sodann sind in einem zweiten Rechenschritt die Höchstbetragsberechnungen und Günstigerprüfungen individuell bei jedem der Ehegatten durchzuführen. So entschied das FG Baden-Württemberg (Az. 2 K 1032/16). Gegen das Urteil ist Revision beim BFH anhängig (Az. III R 11/18).
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Anspruch auf Erstattungszinsen bei Rückabwicklung von Bauträgerfällen

datev.de/steuern - Fr, 05/04/2018 - 07:35
Das FG Baden-Württemberg hat das Finanzamt verpflichtet, zu Gunsten eines Bauträgers Erstattungszinsen festzusetzen, weil in den Streitjahren 2009 bis 2011 auf der Grundlage der damaligen Verwaltungsauffassung zu Unrecht Umsatzsteuer für die Eingangsleistungen des Bauträgers erhoben worden war (Az. 1 K 1293/17). Gegen das Urteil ist Revision beim BFH anhängig (Az. XI R 4/18).
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Keine ernstlichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von Aussetzungszinsen

datev.de/steuern - Fr, 05/04/2018 - 07:25
Laut FG Baden-Württemberg bestehen an der Rechtmäßigkeit von Aussetzungszinsen, insbesondere deren Höhe, keine ernstlichen Zweifel. Die Höhe der Aussetzungszinsen von 0,5 % für jeden Monat (6 % pro Jahr) verstoße weder gegen das Übermaßverbot noch den allgemeinen Gleichheitssatz. (Az. 2 V 3389/16). Gegen den Beschluss ist Beschwerde beim Bundesfinanzhof anhängig (Az. VIII B 15/18).
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Laufende Kindergeldzahlungen und eine Kindergeldnachzahlung können auf verschiedene Konten zu leisten sein

datev.de/steuern - Do, 05/03/2018 - 14:59
Das FG Baden-Württemberg entschied, dass ein Anspruch auf Nachzahlung von Kindergeld grundsätzlich durch Zahlung auf ein benanntes Konto erlösche (Az. 2 K 158/16).
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Vereinfachungsregeln für innergemeinschaftliches Verbringen im grenznahen Bereich (Abschnitt 1a.2 Abs. 14 UStAE)

datev.de/steuern - Mi, 05/02/2018 - 14:45
Das BMF teilt mit, dass Abschnitt 1a.2 Abs. 14 UStAE abgeschafft wird, insbesondere auch zur Vermeidung des Risikos eines Steuerausfalls, das sich aufgrund der Vereinfachungsregelung aus der Steuerschuldverlagerung ins Inland ergibt (Az. III C 3 - S-7103-a / 17 / 10001).
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Zur Zurückweisung der wegen Zweifeln an der Nichtabziehbarkeit von Aufwendungen für ein nicht (nahezu) ausschließlich für betriebliche oder berufliche Zwecke genutztes Arbeitszimmer eingelegten Einsprüche und gestellten Änderungsanträge

datev.de/steuern - Mi, 05/02/2018 - 14:09
Das FinMin Baden-Württemberg teil die Allgemeinverfügung der obersten Finanzbehörden der Länder zur Zurückweisung der wegen Zweifeln an der Nichtabziehbarkeit von Aufwendungen für ein nicht (nahezu) ausschließlich für betriebliche oder berufliche Zwecke genutztes Arbeitszimmer eingelegten Einsprüche und gestellten Änderungsanträge mit (Az. 3 - S-062.5 / 6).
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Allgemeine Informationen zur Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben der Artikel 12 bis 14 DSGVO in der Steuerverwaltung

datev.de/steuern - Mi, 05/02/2018 - 13:44
Das BMF macht mit dem Schreiben vom 1. Mai 2018 das allgemeine Informationsschreiben zur Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben der Artikel 12 bis 14 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Steuerverwaltung bekannt (Az. IV A 3 - S-0030 / 16 / 10004-21).
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Steuererklärungspflicht auch für steuerbefreite Vereine

stb-web.de - Mi, 05/02/2018 - 13:25
Die Finanzämter prüfen in der Regel alle drei Jahre, ob Vereine und andere Organisationen (z. B. Stiftungen), die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen, in der zurückliegenden Zeit mit ihren Tätigkeiten die Voraussetzungen für die Befreiung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer erfüllt haben.
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Über­sicht über die Zah­len zur Lohn­steu­er 2018

stb-web.de - Mi, 05/02/2018 - 13:07
Das Bundesfinanzministerium hat in einer tabellarischen Übersicht die wichtigsten ab 1. Januar 2018 geltenden Zahlen zur Lohnsteuer zusammengestellt.
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Pflege der Eltern

steuernsparen.de - Mi, 05/02/2018 - 12:20

Das Erbe wird versteuert. Für Kinder gilt hier ein Freibetrag von 500.000 Euro, bis zu dem keine Steuer anfällt. Zusätzlich können die Kinder einen besonderen Pflegefreibetrag geltend machen. Was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie hier.

Was ist der Pflegefreibetrag?

Der Gesetzgeber honoriert Pflegeleistungen der Erben bei der Erbschafsteuer – mit dem Pflegefreibetrag in Höhe von 20.000 Euro. Anspruch auf diesen Pflegefreibetrag haben Personen, die den Erblasser ohne rechtliche Verpflichtung unentgeltlich oder gegen geringes Entgelt gepflegt oder versorgt haben. Den Freibetrag erhalten alle Personen, die den Erblasser gepflegt haben – unabhängig, ob sie mit diesem verwandt waren.

Kein Freibetrag für pflegende Kinder?

Nach Auffassung der Finanzverwaltung soll der Freibetrag nicht für Kinder gewährt werden, die ihre Eltern gepflegt haben. Denn der Freibetrag komme nicht bei Erwerbern in Betracht, die gesetzlich zur Pflege oder zum Unterhalt verpflichtet sind. Hierunter fallen zum Beispiel Ehe- und Lebenspartner- und eben auch Kinder.

Bundesfinanzhof gewährt Freibetrag für Kinder

Nun hat der Bundesfinanzhof gegen den Fiskus und zugunsten der Kinder entschieden. Hat ein Kind einen pflegebedürftigen Elternteil zu Lebzeiten gepflegt? Dann ist es berechtigt, nach dem Ableben des Elternteils bei der Erbschaftsteuer den Pflegefreibetrag in Anspruch zu nehmen. Dem steht die allgemeine Unterhaltspflicht zwischen Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind, nicht entgegen (Az: II R 37/15).

Freibetrag auch bei gesetzlicher Unterhaltspflicht

Eine gesetzliche Unterhaltspflicht steht der Gewährung des Pflegefreibetrags bei der Erbschaftsteuer nicht entgegen. Der Gesetzeswortlaut schließt gesetzlich Unterhaltsverpflichtete nicht von der Anwendung der Vorschrift aus. Damit entspricht die Gewährung des Pflegefreibetrags auch für gesetzlich Unterhaltsverpflichtete dem Sinn und Zweck der Vorschrift, ein freiwilliges Opfer der pflegenden Person zu honorieren.

Zudem wird der generellen Intention des Gesetzgebers Rechnung getragen, die steuerliche Berücksichtigung von Pflegeleistungen zu verbessern. Da Pflegeleistungen üblicherweise innerhalb der Familie erbracht werden, liefe die Freibetragsregelung bei Ausschluss dieses Personenkreises nahezu leer.

Erbe muss Hilfebedürftigkeit und Pflegeleistung nachweisen

Der Abzug des Pflegefreibetrags erfordert, dass der Erwerber die Hilfsbedürftigkeit des Erblassers sowie Art, Dauer, Umfang und Wert der tatsächlich erbrachten Pflegeleistungen schlüssig darlegt und glaubhaft macht. Doch bei der Beurteilung der Frage, ob und inwieweit die tatsächlichen Voraussetzungen der Steuerbefreiung erfüllt sind, ist ein großzügiger Maßstab anzulegen.

Wie Sie den Wert der Pflege ermitteln

Zur Ermittlung des Werts der erbrachten Pflegeleistungen können die jeweils für vergleichbare Leistungen zu zahlenden, üblichen Vergütungssätze entsprechender Berufsgruppen oder gemeinnütziger Vereine herangezogen werden. Bei Erbringung langjähriger, intensiver und umfassender Pflegeleistungen kann der Freibetrag auch ohne Einzelnachweis in voller Höhe zu gewähren sein.

[kasten_tipp]Der erfreulichen Entscheidung des BFH kommt im Erbfall wie auch bei Schenkungen große Praxisrelevanz zu. Die Finanzverwaltung hat bislang den Freibetrag nicht gewährt, wenn der Erbe dem Erblasser gegenüber gesetzlich zur Pflege oder zum Unterhalt verpflichtet war.[/kasten_tipp]

Von besonderer Bedeutung ist, dass der Erbe den Pflegefreibetrag nach dem Urteil des BFH auch dann in Anspruch nehmen kann, wenn der Erblasser zwar pflegebedürftig, aber z.B. aufgrund eigenen Vermögens im Einzelfall nicht unterhaltsberechtigt war.

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BFH: Keine Gemeinnützigkeit eines im Verfassungsschutzbericht ausdrücklich erwähnten (islamischen) Vereins

datev.de/steuern - Mi, 05/02/2018 - 10:37
Laut BFH ist ein (islamischer) Verein, der im Verfassungsschutzbericht des Bundes/eines Bundeslandes ausdrücklich als extremistisch bezeichnet wird, nicht gemeinnützig (Az. V R 36/16).
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BFH zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistung aus einem anderen Mitgliedstaat der EU

datev.de/steuern - Mi, 05/02/2018 - 10:28
Der BFH nimmt Stellung zu der Frage, ob sich ein Reiseveranstalter mit Sitz in Deutschland bei Empfang von Reiseleistungen durch einen in einem anderen EU-Mitgliedstaat ansässigen Unternehmer unmittelbar auf die Art. 306 bis 310 MwStSystRL berufen kann mit der Folge, dass die von ihm bezogenen Leistungen in Deutschland nicht steuerbar sind (Az. XI R 4/16).
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Innovationen in Kleinunternehmen

stb-web.de - Mo, 04/30/2018 - 12:46
Kleine Unternehmen in Deutschland haben nach Angaben der Bundesregierung nach einem leichten Rückgang zuletzt wieder mehr Geld für Innovationen ausgegeben.
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Achtung beim Verkauf von Goldmünzen

steuernsparen.de - Mo, 04/30/2018 - 12:00

Goldmünzen und Goldbarren können Sie umsatzsteuerfrei kaufen und verkaufen, sofern es sich um Anlagegold handelt. Dies liegt bei Goldmünzen bereits ab einem Feingehalt von 900/1000 vor. Zudem müssen die Münzen in ihrem Prägeland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten.

Ob der Nennwert auf der Münze erkennbar ist, ist egal. Der Verkaufspreis der Münze darf den aktuellen Wert des Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigen. Auch muss die Münze nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein.

Anlagegold ist umsatzsteuerfrei

Die EU-Kommission veröffentlicht jährlich ein Verzeichnis der Goldmünzen, die die Kriterien für die Steuerbefreiung für Anlagegold erfüllen. Für Münzen, die nicht in dem Verzeichnis enthalten sind, muss der Verkäufer im Einzelfall prüfen, ob die genannten Voraussetzungen für die Behandlung als Anlagegold erfüllt sind.

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Verzeichnis der Goldmünzen für das Jahr 2017

Verzeichnis der Goldmünzen für das Jahr 2018 [/kasten_download] Welche Münzen sind von der Umsatzsteuer befreit?

Der Metallwert von Goldmünzen ist dabei grundsätzlich anhand des aktuellen Tagespreises für Gold zu ermitteln. Maßgeblich ist der von der Londoner Börse festgestellte Tagespreis (Nachmittagsfixing) für die Feinunze Gold (1 Unze = 31,1035 Gramm). Dieser in US-Dollar festgestellte Wert muss anhand der aktuellen Umrechnungskurse in Euro umgerechnet werden.

Nun hat die EU-Kommission für das Jahr 2018 ein neues Verzeichnis veröffentlicht. Zu den umsatzsteuerbefreiten Anlagegoldstücken in Deutschland gehören nur die 1-DM-Goldmünze des Jahres 2001 und die 100-Euro-Goldmünzen der Jahre ab 2002.

Im Jahre 2014 waren zusätzlich die 20-Euro-Goldmünzen (ab 2010), die 200-Euro-Goldmünze (2002) sowie die 5-Mark-, 10-Mark- und 20-Mark-Goldmünzen aus dem Deutschen Kaiserreich in der EU-Liste enthalten. Dieses Verzeichnis der EU mit der Liste der Goldmünzen, für die die Umsatzsteuerbefreiung greift, galt für das gesamte Jahr 2014, jedoch ausdrücklich nicht für das Jahr 2015.

Wenn für eine Münze der Händlerverkaufspreis mehr als 180 Prozent (das 1,8-fache) des Goldpreises beträgt, wird aus einer Anlagegoldmünze eine Sammlermünze. Und dafür wird Mehrwertsteuer zum regulären Steuersatz von 19 Prozent fällig. Falls der Verkaufspreis mehr als 250 Prozent des Goldpreises (ohne Umsatzsteuer) beträgt, gilt seit 2014 ebenfalls der allgemeine Umsatzsteuersatz. Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent ist nur noch anzuwenden bei der Einfuhr von Sammlermünzen aus einem Staat außerhalb der EU.

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Herstellerrabatte beeinflussen Umsatzsteuer nicht

stb-web.de - Mo, 04/30/2018 - 10:15
Gewährt ein Arzneimittelhersteller einer ausländischen Versandapotheke Herstellerrabatte, so sind diese nicht in die Bemessung der Umsatzsteuer als Entgelt von dritter Seite einzubeziehen.
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